Bab Dbagh: Geschichte und Erbe der Gerber
Praktische Reiseführer

Bab Dbagh: Geschichte und Erbe der Gerber

Bab Dbagh, la Porte des Tanneurs, est une des antiques portes de la médina donnant accès au quartier du cuir depuis le XIIe siècle. Les tanneries voisines fonctionnent encore selon des méthodes quasi identiques à celles de l'époque almoravide.

Das MoroccoMuseum-Team26. Juni 20261 Min. Lesezeit
Inhalt

Ein mittelalterliches Tor aus dem 12. Jahrhundert

Bab Dbagh — auf Arabisch „Tor der Gerber" — ist eines der historischen Tore der Stadtmauer von Marrakesch und stammt ursprünglich aus der almoravidischen Zeit (12. Jahrhundert). Die Stadtmauern Marrakeschs, aus Stampflehm errichtet, erstrecken sich über mehr als 19 km um die Medina — Bab Dbagh ist eines ihrer am besten erhaltenen Tore.

Das Gerberviertel

Das Tor führt zum Gerberviertel (dbbaghine), einem der ältesten und spezialisiertesten Handwerke der Medina. Die Gerbereien von Marrakesch arbeiten seit dem 11. Jahrhundert nach Methoden, die den ursprünglichen fast identisch sind:

  1. Einweichen in Kalkbottichen, um die Haare der Häute zu entfernen
  2. Walken in Bottichen mit Taubenkot zur Weichmachung
  3. Färben in Bottichen mit Safran (gelb), Minze (grün), Mohn (rot) oder Indigo (blau)
  4. Trocknen auf den umliegenden Dächern oder Terrassen

Vergleich mit den Gerbereien von Fès

Die Gerbereien von Fès (Chouara) sind die berühmtesten Marokkos. Die von Marrakesch (rund um Bab Dbagh) sind weniger touristisch — keine offizielle kostenpflichtige Terrasse, kein vorgeschriebener Führer. Das Erlebnis ist authentischer und weniger „musealisiert".

Die Stadtmauern von Marrakesch

Im 12. Jahrhundert von den Almoraviden errichtet und unter den folgenden Dynastien verstärkt, sind die Stadtmauern von Marrakesch seit 1985 zusammen mit der Medina als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft.

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