Museum des immateriellen Kulturerbes: Geschichte und Erbe
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Museum des immateriellen Kulturerbes: Geschichte und Erbe

Direkt am Jemaa-el-Fna-Platz gelegen, dokumentiert dieses Museum das mündliche und immaterielle Kulturerbe des berühmten Platzes von Marrakesch, das 2001 von der UNESCO anerkannt wurde – Geschichtenerzähler, Gnawa-Musiker, Akrobaten und Schlangenbeschwörer.

Das MoroccoMuseum-Team26. Juni 20261 Min. Lesezeit
Inhalt

Der Platz Jemaa el-Fna und die UNESCO

Im Jahr 2001 war der Platz Jemaa el-Fna der erste mündliche kulturelle Ausdruck, der von der UNESCO in das immaterielle Kulturerbe der Menschheit aufgenommen wurde — eine weltweite Premiere, die einen lebendigen Raum und nicht ein starres Baudenkmal anerkannte. Diese Anerkennung zeugt von der Bedeutung der mündlichen Traditionen, die dort seit mehr als einem Jahrtausend fortbestehen.

Was das Museum bewahrt

Das Museum des immateriellen Kulturerbes dokumentiert und feiert die kulturellen Praktiken des Platzes:

  • Die Halqa: ein Kreis von Geschichtenerzählern (Hakawati), die auf Darija (marokkanisches Dialektarabisch) vor einem gebannten Publikum auftreten — eine vom Aussterben bedrohte mündliche Kunst
  • Die Gnaoua-Musiker: subsaharisch-afrikanisches Erbe, Guembri und Krakeb, Trance-Gesänge
  • Die Akrobaten des Souss: Berber-Truppen aus der Region Agadir, die menschliche Pyramiden aufführen
  • Die traditionellen Heiler: Kräuterkundige, Heilmittelverkäufer, Erben der überlieferten Medizin
  • Die Schlangenbeschwörer: Kobras und Pythons, eine jahrtausendealte Tradition des Platzes

Geschichte des Platzes

Jemaa el-Fna besteht seit der Gründung Marrakeschs durch die Almoraviden im Jahr 1062. Ursprünglich ein Ort der Rechtsprechung (zum Tode Verurteilte wurden dort hingerichtet), entwickelte er sich allmählich zu einem Ort des Handels und der Unterhaltung. Berichte europäischer Reisender aus dem 19. Jahrhundert beschreiben bereits die Geschichtenerzähler und Musiker, die man dort noch heute findet.

Die Lage am Jemaa el-Fna macht es leicht, den Besuch mit der Koutoubia zu verbinden, deren Minarett nur wenige Gehminuten entfernt aufragt.

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