Souks von Marrakesch: Geschichte und Kulturerbe
Praktische Reiseführer

Souks von Marrakesch: Geschichte und Kulturerbe

Organisés par corporations d'artisans depuis le XIIe siècle, les souks de Marrakech sont le cœur économique et artisanal de la médina. Chaque souk spécialisé perpétue une tradition millénaire.

Das MoroccoMuseum-Team26. Juni 20261 Min. Lesezeit
Inhalt

Mittelalterliche Organisation nach Zünften

Die Souks von Marrakesch sind seit mindestens dem 12. Jahrhundert, unter den Almoraviden, nach Handwerkszünften organisiert. Dieses System der Bündelung nach Gewerbe — ein Erbe der islamischen Marktorganisation — besteht heute praktisch unverändert fort:

  • Souk Semmarine: Textilien, Stoffe und Konfektionskleidung (Hauptachse)
  • Souk Smata: Babouches und Schuhe
  • Souk Cherratine: Rohleder und Sattlerei
  • Souk der Juweliere: Silber, Gold, Edelsteine
  • Gewürzsouk (Rahba Kedima): Gewürze, Heilkräuter, Kosmetik
  • Souk der Färber: mit natürlichen Pigmenten gefärbte Wolle
  • Die Kissaria: überdachter Markt für Luxusstoffe (Kaftan, Takchita)

Die Kissaria, Markt des Luxus

Im Herzen des Labyrinths ist die Kissaria das mittelalterliche Gegenstück zu Luxus-Einkaufspassagen. Hier findet man Zeremonienkaftane, goldbestickte Takchitas, Seidendschellabas — Kleidungsstücke, die mehrere tausend Dirham kosten und für Hochzeiten und große Feste gekauft werden.

Handwerker noch immer bei der Arbeit

Die Souks sind keine Museumskulisse — Hunderte Handwerker arbeiten hier jeden Tag: Weber, Sticker, Schuhmacher, Kupferschmiede, Schreiner. Manche Werkstätten haben sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Die Medina von Marrakesch beherbergt noch immer mehr als 20.000 aktive Handwerker.

Lesen Sie auch