Chellah
Von der römischen Stadt zur meriniden Königsnekropole, zwischen Ruinen und Störchen

Über diese Stätte
Chellah liegt auf dem Gelände von Sala Colonia, einer der ältesten Siedlungen an der Bouregreg-Mündung, gegründet in römischer Zeit. Im 14. Jahrhundert wählte der merinide Sultan Abu Yusuf Yaqub diesen geschichtsträchtigen Ort, um inmitten der antiken Ruinen eine königliche Nekropole zu errichten — eine Moschee, eine Medersa, eine Zawiya und Mausoleen, darunter das des Sultans Abu al-Hasan selbst.
Durch das Erdbeben von 1755 zerstört und später geplündert, lag die Stätte brach, bis sie 1913 als historisches Denkmal anerkannt wurde. Heute können Besucher die Überreste des römischen Forums, das mit grünen Zellij-Kacheln verzierte Minarett, in dem ganzjährig Störche nisten, und den geheimnisvollen Aalteich entdecken, der seit Jahrhunderten Gegenstand lokaler Legenden ist. Schattige Gärten mit Olivenbäumen, Orangenbäumen und Jasmin schlängeln sich durch die Ruinen und schaffen eine friedliche Atmosphäre, die oft als der romantischste Ort Marokkos beschrieben wird.
Chellah gehört seit 2012 zum UNESCO-Welterbe, als Teil von 'Rabat, moderne Hauptstadt und historische Stadt.'
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