Heri es-Souani
Die riesigen königlichen Kornspeicher und Ställe von Moulay Ismail, die 12.000 Pferde ernähren konnten

Über diese Stätte
Heri es-Souani ist eines der ehrgeizigsten architektonischen Projekte des alawitischen Sultans Moulay Ismail (reg. 1672-1727), der Meknès als 'Versailles des Südens' sah, das mit den größten Hauptstädten seiner Zeit rivalisieren sollte. Dieser weitläufige Komplex vereinte Getreidespeicher und königliche Ställe, die die Selbstversorgung der kaiserlichen Stadt bei einer längeren Belagerung sichern sollten — der Legende nach konnte die Anlage bis zu 12.000 Pferde beherbergen und ernähren.
Der Einfallsreichtum der Anlage zeigt sich in ihren mehrere Meter dicken Mauern und schmalen Oberlichtern, die im Inneren eine kühle, konstante Temperatur zur Konservierung der Vorräte hielten, während ein System von Wasserrädern (Norias) über eine angrenzende Struktur, die Dar el-Ma, Wasser aus unterirdischen Zisternen förderte. Ein Teil des Daches stürzte bei einem Erdbeben im 18. Jahrhundert ein und hinterließ den heutigen eindrucksvollen offenen 'Bogenwald' — einen der meistfotografierten Anblicke von Meknès.
Die Stätte gehört zum monumentalen Ensemble von Meknès, einer kaiserlichen Stadt, die seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
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