Moulay Idriss Zerhoun
Marokkos heilige Stadt, Wiege der ersten islamischen Dynastie des Landes

Über diese Stätte
Auf den Ausläufern des Zerhoun-Massivs gelegen, umgeben von Olivenhainen, gilt Moulay Idriss Zerhoun als die heiligste Stadt Marokkos. Ende des 8. Jahrhunderts von Idriss I. gegründet, einem Nachkommen des Propheten Mohammed, der nach seiner Flucht aus Bagdad im Maghreb Zuflucht fand, beherbergt sie das Grab des um 791 ermordeten Herrschers — Gründer der Idrisiden-Dynastie, des ersten unabhängigen muslimischen Staates des Landes, und Vater von Idriss II., der später Fès gründen sollte.
Lange für Nicht-Muslime gesperrt, öffnete sich die Stadt seit Mitte des 20. Jahrhunderts für Besucher, auch wenn der direkte Zugang zum Mausoleum — im 17.-18. Jahrhundert von Moulay Ismail wiederaufgebaut und mit einer grün gedeckten Kuppel gekrönt — weiterhin Muslimen vorbehalten bleibt. Nicht-muslimische Besucher können den Eingang bewundern und die friedliche Atmosphäre der umliegenden Gassen genießen, die von weißen Häusern und blauen Türen gesäumt sind.
Jeden Sommer beherbergt die Stadt ein bedeutendes Moussem, das Zehntausende Pilger aus ganz Marokko anzieht — vor Ort als 'Pilgerfahrt des armen Mannes' bezeichnet. Von den Terrassen der Stadt reicht der Blick bis zur nahegelegenen archäologischen Stätte Volubilis. Moulay Idriss Zerhoun steht seit 1995 auf der Vorschlagsliste des UNESCO-Weltkulturerbes.
Praktische Informationen
Standort
Freier Eintritt
Der Zugang zu dieser Stätte ist vollständig kostenlos — keine Reservierung oder Ticket erforderlich. Kommen Sie einfach während der Öffnungszeiten.
Die Öffnungszeiten können je nach Kulturprogramm variieren. Bitte vor Ort nachfragen.
Preise
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