
Salé: Die ehemalige Korsarenrepublik gegenüber von Rabat
Veröffentlicht am 10 juillet 2026
Am rechten Ufer des Bouregreg bewahrt Salé die Erinnerung an seine Korsarenrepublik und eines der marinidischen Meisterwerke Marokkos.
Salé liegt Rabat gegenüber, getrennt durch die Mündung des Bouregreg, und bewahrt eine befestigte Medina, die seltener besucht wird als ihre Nachbarstadt, aber ebenso geschichtsträchtig ist — zwischen Korsarenvergangenheit und marinidischer Kunst.
Ein Korsaren-Stadtstaat im 17. Jahrhundert
Im frühen 17. Jahrhundert ließen sich Tausende Morisken — spanische Muslime, die zwangsweise zum Christentum konvertiert und dann von Philipp III. vertrieben wurden — in Salé nieder und gründeten einen weitgehend autonomen Stadtstaat, bekannt als Republik von Salé oder Bou-Regreg-Republik. Diese Gemeinschaft unterhielt eine Korsarenflotte, die zwischen Handel und Piraterie den Atlantik durchstreifte, bis Sultan Moulay Slimane dieser Praxis 1818 ein Ende setzte. Diese bewegte Episode prägte die Identität der Stadt nachhaltig.
Ein Juwel marinidischer Architektur
Lange vor dieser Zeit entstanden, zeugt die 1332–1333 im Auftrag von Sultan Abu al-Hasan erbaute Medersa der Meriniden von einer anderen Seite Salés: der eines bedeutenden intellektuellen und religiösen Zentrums des mittelalterlichen Marokko. Auf nur 180 m² vereint sie bunte Zellige-Fliesen, geschnitztes Holz und fein ziselierten Stuck.
Salé weiter entdecken
Die Reiseziel-Seite zu Salé fasst alle buchbaren Sehenswürdigkeiten der Stadt zusammen.
Praktische Informationen
Salé ist von Rabat aus leicht erreichbar, nur wenige Minuten mit dem Auto oder der Straßenbahn entfernt, sodass sich der Besuch beider Städte bei einer Reise leicht kombinieren lässt — dank gemäßigten Küstenklimas das ganze Jahr über.